Lebender Fels

Ich bin ein Stein,

Leben sah ich und Tod,

fühlte Glück und Gram und Kummer.

Ich lebe das Leben des Felsens.

Ich bin ein Teil der Erdmutter.

Ich fühlte ihr Herz pochen an meinem.

Ich fühlte ihren Schmerz.

Ich fühlte ihr Glück.

Ich lebe das Leben des Felsens.

Ich bin ein Teil unsres Vaters,

des Großen Geheimnisses.

Ich habe seine Trauer gefühlt.

Und ich fühlte auch seine Weisheit,

sah seine Geschöpfe, die Brüder mir sind,

die Tiere, die Vögel,

die flüsternden Wasser und Winde,

die Bäume und alles auf Erden

und jegliches Ding im All.

Ich bin ein Verwandter der Sterne.

Ich spreche, wenn Du mit mir sprichst.

Ich will lauschen, wenn Du zu sprechen begehrst.

Ich kann Dir helfen, wenn Du Hilfe brauchst,

doch tue mir kein Leid,

unser Fühlen ist eins.

Ich bin gefüllt mit heilender Kraft,

doch wirst Du sie suchen müssen.

Du denkst, ich sei ein Felsen,

welcher liegt in der Stille,

in der Feuchte des Grundes.

Doch das bin nicht ich,

sondern Stück allen Lebens.

Ich bin lebendig denen, die denken,

ich bin zu helfen hier.

 

Cespoch (Dancing Eagle Plume) aus „Neue indianische Poesie“, übersetzt von Anneliese Rudwaleit

entnommen aus „ Die Erdenhüter-Kristalle“ von Wolfgang Hahl

 

Kämpfe um das,
was Dich weiterbringt.

Akzeptiere das,
was Du nicht ändern kannst.

Und trenne Dich von dem,
was Dich runterzieht.

Verfasser unbekannt

 


Eine alte Legende der Indianer besagt, dass man auf der Re-genbogenbrücke allen Tieren,
die den Weg zu Lebzeiten ge-kreuzt haben, begegnet.
Diese Geschöpfe entscheiden dann, wann man weitergehen darf.

Verfasser unbekannt