Bayerischer Wald

Nationalpark Lusen

Bären

Mein Mann und ich waren Anfang Juli 2020 für ein verlängertes Wochenende im Bayerischen Wald. Hier haben wir sehr viel Zeit in dem doch recht weitläufi-gen Nationalpark Lusen verbracht. Meiner Meinung nach sind in diesem Gebiet auch wirklich große, ab-wechslungsreiche und möglichst naturnahe Tierge-hege. Die zu diesem Zeitpunkt, durch Corona be-dingt, deutlich weniger zahlreichen Besucher konn-ten sich dankenswerterweise problemlos in dem Na-tionalpark verteilen. Mein Mann und ich haben uns dort sehr wohl gefühlt und sind an zwei Tagen hoff-nungsvoll, aber stets ohne feste Erwartungen, dort-hin gefahren. Die meisten Tiere haben wir gar nicht zu Gesicht bekommen, da sie auch in ihren dortigen festen Lebensräumen sehr viele Rückzugsmöglich-keiten haben und diese wohl auch gerne nutzen.

Die Geschichte mit den beiden Bären möchte ich Ihnen nun erzählen. Sie zaubert auch jetzt noch ein ganz besonderes Gefühl in mein Herz / meine Seele. Der Bär bewegt sich in seinem zotteligen Fell (scheinbar) ruhig und gelassen fort. Er fasziniert mich. Ich könnte auch diesen Tieren stundenlang zuschauen. Am zweiten Besuchstag hatten mein Mann und ich uns den Teil des Nationalparks als Ziel vorgenommen, in dem das Bärengehege ist. Im Spaß sagte ich zu meinem Mann vor der Abfahrt dorthin "Jetzt gehen wir die Teddy's besuchen.". Normalerweise ist diese kindliche Verniedlichung ab-solut nicht meine Art, aber ich hatte, nachdem diese ausgesprochen war, ein gutes und passendes Gefühl. Im Hotel sprach ich kurz zuvor mit einem anderen Gast über unser heutiges Vorhaben und mir wurde viel Glück dabei gewünscht, einen Bären zu erbli-cken. Ich reagierte vom Herzen heraus gelassen und sagte, dass es einen Versuch wert sei und wir sehen würden, was sich ergibt.
Direkt bei unserer Ankunft am Gehege sahen wir ei-nen Bären unten am Gitterzaun. Durch die außen davor stehenden Bäume und Büsche wäre allerdings keine einigermaßen gute Aufnahme mit meinem Smartphone möglich gewesen. So konnte ich den Bären aber auch, wie ja eigentlich von mir ge-wünscht, voll und ganz und ohne größere Ablenkung genießen. Aus diesem Grund nehme ich bereits seit langer Zeit keinen Fotoapparat mehr mit. Der Bär richtete sich komplett aufrecht an dem Gitterzaun auf und brummte. Er war in keinster Weise aggressiv, wollte aber dennoch irgendwie zu uns, zumindest auf sich aufmerksam machen. Nachdem sich der Bär dann nach kurzer Zeit in Büsche und Bäume in einem direkt angrenzenden, uneinsehba-ren Gebiet des Geheges zurückgezogen hatte, gingen mein Mann und ich in der Hoffnung, ihn bitte noch einmal sehen zu können, langsam und beob-achtend weiter. Dann erblickten wir einen offensicht- lich weiteren Bären. Er saß praktisch "wie bestellt" dort. Es schien, als hätte er auf uns gewartet. Der Bär
verharrte sehr lange sitzend auf diesem Platz und hat auch deutlich erkennbar die Witterung auf-genommen. Diesen Bären konnte ich ganz leicht mit meinem Smartphone fotografieren und ich bin dank-bar dafür. Auch jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, erzeugen die Begegnungen mit den beiden Bären immer noch ein extrem starkes Glücksgefühl in mir. Ich kann es nicht näher umschreiben. Das Herz scheint hierfür nicht genügend Platz zu haben. Die-ses wundervolle Gefühl wird hoffentlich noch sehr lange in mir bleiben. Ich habe die Begegnungen mit den beiden Bären genossen und es ist immer noch so.
Danke.

 

 

 

 

Kämpfe um das,
was Dich weiterbringt.

Akzeptiere das,
was Du nicht ändern kannst.

Und trenne Dich von dem,
was Dich runterzieht.

Verfasser unbekannt

 


Eine alte Legende der Indianer besagt, dass man auf der Re-genbogenbrücke allen Tieren,
die den Weg zu Lebzeiten ge-kreuzt haben, begegnet.
Diese Geschöpfe entscheiden dann, wann man weitergehen darf.

Verfasser unbekannt