Am Sonntag, den 23.01.2022 habe ich auf Facebook einen Eintrag bei der Katzenhilfe Langenau gesehen, der auch mir sehr aus dem Herzen spricht.

Es ging darum, was zu tun ist, wenn eine fremde Katze (wiederholt) in der Gegend auftaucht.

 

Dieser oben genannte Beitrag hat mich dazu inspi-riert, meine persönliche Meinung, kombiniert mit den auf Facebook genannten Aspekten, in Worte zu fassen.

 

Ich hoffe, dass sie möglichst viele Menschen zum Nachdenken und Handeln anregen. Das wäre sehr schön.

Auch wenn
ein Tier gut genährt ist, gepflegt aussieht und keine auffälligen Blessuren sichtbar sind, heißt das nicht, dass es lediglich eine Stippvisite macht, auf der Durchreise durch ein fremdes Revier ist ...
O
ftmals erzeugt zudem ein dichtes (Winter-) Fell ein falsches Bild. Häufig werden solche Tiere schmerz-lich (und auch schon länger) vermisst.

Ja, es kostet Zeit und macht ggf. auch etwas Mühe, die aufgetauchte Katze einzufangen und mit ihr zum Tierarzt zu fahren. Aber es lohnt sich immer.  In der Praxis wird dann geschaut, ob eine Kennzeichnung (Chip und / oder Tätowierung, siehe feloide.de - Meldung verletzter oder toter Tiere) eventuell Hin-weise auf das eigentliche zu Hause der Katze geben kann. Wenn das Tier zudem registriert wurde (Tasso und / oder Findefix, siehe feloide.de - Aktuelles) steht der raschen Rückvermittlung zu der liebenden, suchenden, wartenden, hoffenden ... Familie der Katze nichts mehr im Wege. Große Freude und Dankbarkeit auf allen Seiten stellt sich dann ganz sicher ein. Eine optimale und allumfassende Ver-sorgung des zum Glück heimgekehrten Lieblings ist wieder möglich.


S
ollte der Findling keine Kennzeichnung haben und auch nicht vermisst werden, kann oftmals (mithilfe von Tierschutzorganisationen und / oder Tierhei-men) nach einem sorgenden und liebenden zu Hau-se gesucht werden. Die Katze ist sicherlich sehr dankbar dafür, auch wenn es manche (anfangs) nicht besonders deutlich zeigen.


Bei echten „Wildfängen“ ist zumindest die Versor-gung mit Futter und ggf. die Organisation eines m
öglichst geschützten und warmen Schlaf- / Ruhe-platzes sowie im Idealfall eine bestmögliche Beob-achtung und, sofern notwendig, medizinische Be-treuung möglich.

 

Oftmals fehlt zudem bei den nicht gekennzeichneten und / oder nicht als vermisst gemeldeten Tieren lei-der die, aus mehreren Gründen, wirklich sinnvolle und wichtige Kastration. Diese vermindert zum Beispiel das oft übersehene Elend der, auch in Deutschland, zahlreich lebenden Straßenkatzen.

All diese wichtigen, zeit- und kostenintensiven … Aufgaben übernehmen Mitarbeiter / -innen der Tier-schutzorganisationen. Das geschieht zudem oftmals ehrenamtlich. Herzlichen Dank dafür. Auch deshalb leben ausschließlich Katzen aus dem Tierschutz, oder solche, die sonst in dessen Obhut gekommen wären, mit und bei uns.
(siehe hierzu auch feloide.de - Aktuelles)

 

Aber es gibt noch eine „andere Seite“ der Geschich-te, über die, meiner Meinung nach, zu wenig berich-tet wird. Hinter einer weniger gut genährten und (etwas) ungepflegt aussehenden Katze kann trotz-dem eine liebende, suchende, wartende, hoffende ... Familie stehen. Wer weiß, was geschehen ist und wie lange das arme Tier bereits auf der Suche nach sei-nen über alles geliebten Menschen ist?


Bitte auch diese K
atze schnellstmöglich einem Tier-arzt vorstellen.

Schon allein, um zu schauen, ob eine Kennzeichnung (Chip und / oder Tätowierung, siehe feloide.de - Meldung verletzter oder toter Tiere) Hinweise auf das eigentliche, sich sorgende und liebende zu Hau-se des Tieres geben kann.

Bitte die Katze auf keinen Fall ohne die entsprechen-den Fundmeldungen (Tasso, Findefix, Tierheim(e), Stadtverwaltung… ) für immer aufnehmen / versor-gen. Der (das eigene Gewissen beruhigende) Gedan-ke „Hier geht es Dir gut / viel besser.“ ist in diesem Fall ganz klar fehl am Platz.


Wenn es dann doch ein Findling, ohne
bereits nach ihm suchenden Menschen sein sollte, kann auch für dieses Tier ein neuer, sicherer, liebender … Platz mit bestmöglicher Versorgung gesucht werden. Oder die Katze bleibt einfach bei dem bereits selbst ausge-suchten und gefundenen neuen zu Hause.

 

Es gibt also niemals einen Grund, einer fremden (wiederholt) in der Gegend auftauchenden Katze keine Aufmerksamkeit zu schenken und sich ihrer nicht anzunehmen.

 

Danke an alle, die hin- statt wegschauen und in je-der Hinsicht, also Mensch und Tier gegenüber, ver-antwortungsvoll handeln.

 

 

Ein sehr bewegendes und lesenswertes, wenn auch spätes (Fast-) Happy-End, steht auf feloide.de – Kater Findus.

Kämpfe um das,
was Dich weiterbringt.

Akzeptiere das,
was Du nicht ändern kannst.

Und trenne Dich von dem,
was Dich runterzieht.

Verfasser unbekannt

 


Eine alte Legende der Indianer besagt, dass man auf der Re-genbogenbrücke allen Tieren,
die den Weg zu Lebzeiten ge-kreuzt haben, begegnet.
Diese Geschöpfe entscheiden dann, wann man weitergehen darf.

Verfasser unbekannt