Jack wurde nach acht Tagen aus einem Abwasserrohr befreit https://web.de/magazine/wissen/tiere/ruehrend-hund-abwasserrohr-befreit-32949214

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Das Gesetz vom Karma

Im Westen missverstehen die meisten Menschen das Gesetz vom Karma. Sie halten es für reinen Fatalis-mus, nach dem man für eine unbekannte Tat in ei-nem längst vergessenen früheren Leben zum Leiden im jetzigen Dasein verdammt ist. Warum es sich nicht so verhält, soll folgende Geschichte veran-schaulichen.
Zwei Frauen backen einen Kuchen. Die erste Frau hat klägliche Zutaten. Sie muss aus dem alten wei-ßen Mehl erst einmal die Maden entfernen. Die But-ter ist schon fast ranzig, und aus dem weißen Zucker muss sie braune Klümpchen entfernen (weil irgend-jemand einen nassen Kaffeelöffel in die Dose ge-steckt hat). Als Obst stehen ihr nur uralte, steinhar-te Rosinen zur Verfügung. Ihre gesamte Küchenaus-rüstung stammt aus einer Zeit lange vor dem Welt-krieg – vor welchem mag dahingestellt bleiben.
Die andere Frau verfügt über die feinsten Zutaten. Ihr Bio-Vollkornmehl ist frisch gemahlen und garan-tiert nicht gentechnisch verändert. Ihr steht reines Fett zur Verfügung, bester Rohrzucker, und sie kann sich jede Menge frische Früchte aus ihrem Garten holen. Natürlich arbeitet sie in einer hoch modernen Küche, die mit den praktischsten Geräten ausge-rüstet ist.
Welche der beiden Frauen backt also den besseren Kuchen?
Es kommt sehr oft vor, dass der Mensch mit den besten Zutaten nicht den besten Kuchen backt – schließlich geht es beim Backen um mehr als nur die Ingredienzien. Manchmal steckt der Mensch mit den kläglichen Zutaten so viel Mühe, Liebe und Sorge in den Backvorgang, dass sich sein Kuchen als der leckerste erweist. Nur eins zählt wirklich: Wie wir mit den Zutaten umgehen. 
Einigen meiner Freunde sind schreckliche Zutaten zur Arbeit an diesem Leben mitgegeben worden: Sie wurden in eine arme Familie geboren, als Kinder misshandelt, waren nicht gut in der Schule, behin-dert und nicht in der Lage, Sport zu treiben. Doch die wenigen Eigenschaften, über die sie verfügten, setzten sie so großartig ein, dass ein wundervoller Kuchen herauskam. Für diese Menschen habe ich große Bewunderung übrig. Kennen Sie ähnliche Geschichten aus Ihrem Umfeld?
Andere Freunde sind mit besten Zutaten für die Arbeit an ihrem Leben auf die Welt gekommen. Sie entstammten wohlhabenden und liebenden Familien, brachten vorzügliche Schulzeugnisse nach Hause, waren große Sportler, sahen gut aus, waren beliebt – und dennoch vergeudeten sie ihr junges Leben mit Drogen und Alkohol. Sind Ihnen vielleicht auch sol-che Fälle bekannt?
Die Hälfte des Karma besteht aus den Zutaten, mit denen wir arbeiten müssen. Die andere Hälfte, die entscheidendere, besteht aus dem, was wir in die-sem Leben daraus machen.

entnommen aus 
Ajahn Brahm; Die Kuh, die weinte

 

Es gibt zwei Arten, dieser Welt zu begegnen. Die einen zählen traurig die vielen Löcher im Emmentaler und beklagen den Käseverlust, die anderen freuen sich am Käse zwischen den Löchern und genießen das Gute am Vorhandenen.
Pinchas Lapide (1922 bis 1997),  jüdischer Religionswissenschaftler